Unsere ReferentInnen 2014

Freitag 4. April und Samstag 5. April

Vom guten Leben. Grenzenlose Inklusion.

Thomas Andreas Beck Unternehmensberater & Musiker

Gregor Demblin Unternehmer career moves

Inklusion und Abbau von Barrieren sind als Anspruch anerkannt. „Trotzdem sind wir noch weit von wirklicher Barrierfreiheit entfernt, die im Lebensumfeld von behinderten sicht- und spürbar ist. Gleichzeitig wächst der wirtschaftliche Druck durch die demografische Entwicklung. Ältere Arbeitnehmer vom Arbeitsmarkt auszuschließen, weil ihr Augenlicht schlechter wird ist Nonsens, denn ihr lang erworbenes Wissen geht sicher nicht durch die höhere Dioptrienzahl verloren. Diese 15 Prozent der Bevölkerung mit Behinderung stellen gleichzeitig ein enormes Potenzial am Arbeitsmarkt dar! Deren Produktivität darf nicht vernachlässigt werden. In einem barrierefreien Arbeitsumfeld, dazu zählen auch die geistigen und sozialen Barrieren, können alle Menschen 100 Prozent ihrer Leistung vollbringen.“
Als Unternehmer ist Gregor Demblin mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, als Betroffener seit seinem 18.Lebensjahr querschnittsgelähmt und so prädestiniert, mit seinen unternehmerischen Initiativen die Integration von Menschen mit Einschränkungen in den sogenannten ersten Arbeitsmarkt selbstbewusst zu gestalten. Die Gründung der ersten inklusiven Jobinitiative in Europa, Career moves, bestens beraten durch seinen außergewöhnlichen Coach Thomas Andreas Beck, erklärt den Anspruch einer GRENZENLOSEN INKLUSION, mit dessen Auslotung die Beiden die Tage der Utopie am 4. und 5. April eröffnen.

Thomas Andreas Beck, 45 ist Vater von 2 Söhnen, ausgebildet zum Maschinenbauingenieur, Manager und Coach. In Anstellung hat er gearbeitet als Techniker, Baumaschinenverkäufer, Marketing- und Vertriebsleiter. Seit 1999 ist er selbstständig als Krisen- und Sanierungsmanager, Berater und Coach;  seit 2011 auch wieder als Liedermacher aktiv auf der Bühne. Er lebt und arbeitet gerne im Wald und berät zur Zeit eines der größten städtebaulichen Entwicklungsgebiete Europas in Wien.

www.thomasandreasbeck.com


Er ist auch Coach von:

Gregor Demblin, 36, Vater von Zwillingen, studierter Philosoph, seit seinem 18. Lebensjahr querschnittsgelähmt und seit 2013 Ashoka Fellow.  Als Mitgründer von Career Moves hat er seine Erfahrungen als körperlich eingeschränkter Mensch in unternehmerischer Weise umgesetzt.  Career Moves ist die erste Online-Jobinitiative, bei der sich Menschen mit Einschränkung völlig chancengleich bewerben können. In weniger als drei Jahren wurden von insgesamt 300 Unternehmen 5000 Jobangebote für Menschen mit Behinderung veröffentlicht. Die Plattform vernetzt zudem Unternehmen und Arbeitssuchende mit Organisationen und Behörden und sorgt für konkrete Informationsvermittlung.

www.careermoves.at

Samstag 5. April und Sonntag 6. April

Wege kommunalen Wandels. Neue Handlungsspielräume zwischen öffentlicher Hand und kreativen Potentialen.

Inga Wellmann Referat für Kreativwirtschaft Hamburg

Joanna Jones & Clare Smith DAD (Dover Arts Development)

Die Kreativwirtschaft ist seit Jahren eigentlich DER Wirtschaftszweig mit den größten Wachstumsraten. Zumeist stehen diesem Potential Förderwege der öffentlichen Hand gegenüber, die noch einem Verständnis entspringen, dass eher gewährt und prüft, denn vermittelt und ermöglicht.

Inga Wellmann implementiert seit 2010 als Referatsleiterin für Kultur und Kreativwirtschaft in der Hamburger Kulturbehörde ein zeitgemäßeres Handeln, dass sich an den tatsächlichen Bedürfnissen von Künstlern und Kreativen orientiert und Ihnen dabei auch unternehmerische Hilfestellung anbietet.

Clare Smith und Joanna Jones haben sich als bildende Künstlerinnen von der anderen Seite genähert. Dover Arts Development (DAD) hat als kulturunternehmerische und -politische Initiative 2005 begonnen in Dover zeitgenössische Kunst auf hohem Niveau zu entwickeln, die Arbeit von Künstlern zu unterstützen und dabei insgesamt die kulturellen Aktivitäten auch im weiteren Umfeld zu stimulieren. Dadurch werden nicht nur die wirtschaftlichen Potentiale der umgebenden Wirtschaftsregion nachhaltig geweckt, sondern Dover gewinnt zunehmend Anziehungskraft als Lebensraum für Alle.

Inga Wellmann, Mutter eines Sohnes, ist Schnittstellenakteurin und Weltenwechslerin. Aufgewachsen in Brüssel studierte sie Mixed Media Arts in London sowie Kultur- und Medienmanagement in Hamburg und Santiago de Chile. Sie arbeitet seit jeher genau dort, wo unterschiedliche Denkmuster und Handlungslogiken aufeinander treffen und in Wechselwirkung treten (könnten). Zur gesellschaftlichen Relevanz von Design,  Governanceherausforderungen der Kreativwirtschaft u.a. hat sie publiziert, moderiert und Veranstaltungen konzipiert. Sie war Geschäftsführerin des Einstein Forums, einem internationalen, transdisziplinären Forum für intellektuellen Austausch in Potsdam, und leitet seit 2010 das Referat Kunst und Kreativwirtschaft in der Kulturbehörde Hamburg. Dass sie eines Tages als Quereinsteigerin im öffentlichen Dienst landen würde, war so nicht geplant. Dass sich diese Arbeit schließlich als besonders abwechslungsreich und schnittstellenintensiv erweisen würde, war hingegen ausdrücklich erhofft.

Joanna Jones studierte Malerei am Goldsmith’s College bevor sie an der Royal Academy ihren Master machte. Sie lebte 20 Jahre auf dem europäischen Festland und kehrte erst 1997 nach Großbritannien zurück. Ihre Arbeit umfasst Performance, Fotografie, Film und Malerei. Sie erhielt zahlreiche u.a. ein Stipendium vom Künstlerhaus Schloss Balmoral in 2000 und ein Arts Council Year of the Artist Award für eine Arbeit in Samphire Hoe, Kent in 2001. Jones’ Arbeiten werden regelmäßig international gezeigt.

Clare Smith begann ihre Karriere als Sprachwissenschaftlerin und ist diplomierte Orientalistin der Cambridge University. Nach 15 Jahren in Luxembourg kehrte sie nach Großbritannien zurück, und machte 2004 ihren Bachelor in Kunst an der University for the Creative Arts in Canterbury und 2011 ihren Master in Kunst am Central St Martins in London. Erinnerung, Authentizität und das Wesen von Erfahrung sind inhaltliche Schwerpunkte ihrer Arbeit. 

Als Direktorinnen von Dover Arts Development Ltd, leben und arbeiten beide in Dover. Dover Arts Development ist eine künstlergeführte Organisation, die  hochwertige zeitgenössische Kunstprojekte in Dover und Umgebung initiiert und kuratiert. DAD übernimmt dabei die Rolle eines Interessenvertreters über alle Kunstformen hinweg und entwickelt Strategien für die kulturelle Entwicklung Dovers. Die echte und direkte Art der Einbeziehung der Einwohner von Dover lässt die Zuversicht auf die Entwicklung der Stadt als kultureller Zielort für Künstler und Besucher wachsen.

www.dadonline.eu

Sonntag 6. April und Montag 7. April

Zero Land. Schleswig Holstein: eine Utopie im Realitätscheck.

Julian Petrin Urbanist, Gastprof. für Stadtmanagement Universität Kassel, Gründer des Bürger-Stadtlabors nexthamburg

Partizipation braucht Instrumente, um die oft noch gar nicht formulierte Gestaltungskraft von Bürgern zu wecken, ihre Ideen mit Expertenwissen zu füttern und diese daraus erwachsenen Modelle in naher Kommunikation mit Behörden und Unternehmen weiterzutragen.
Nexthamburg ist zugleich öffentlicher Think Tank und Partizipationsplattform. Es erprobt in Hamburg eine neue Form offener und unabhängiger Bürgerbeteiligung. Eine Community von aktuell über 5.000 Personen ist über Online-Dialoge, große Workshop-Sessions und Vor-Ort-Veranstaltungen aktiv, teilt ihr Wissen über Stadt, reflektiert das aktuelle Stadtgeschehen und arbeitet gemeinsam an einer Vision für das Hamburg von morgen. Nexthamburg wurde 2009 von Julian Petrin gemeinsam mit Hamburger Kollegen gegründet. Bis 2011 wurde Nexthamburg als Prototyp für eine unabhängige Partizipationsplattform von der Bundesregierung gefördert und führt seine Aktivitäten seit dem gemeinsam mit namhaften Hamburger Partnern weiter.

Julian Petrin macht auf den Tagen der Utopie den Versuch diese Planspiele auf die ländliche Region Schleswig Holsteins zu übertragen und dabei mit den Teilnehmern erste partizipatorische Schritte zu gehen.

Julian Petrin ist Vater von 3 Kindern und gründete nach seinem Studium Städtebau/Stadtplanung 1998 das Büro urbanista, mit dem er auf der Schnittstelle von Stadtentwicklung und Kommunikation arbeitet. Seit 2005 ist er zudem in Forschung und Lehre an der HafenCity Universität Hamburg tätig; Themen: Partizipation, stadtregionales Entwerfen und  mentale Modellen des Raums. 2009 gründete er das Bürger-Stadt-Labor Nexthamburg. Ziel von Nexthamburg ist, gemeinsam mit vielen Menschen Impulse für die Stadtentwicklung zu setzen. Nexthamburg wurde bis 2011 als Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bund gefördert und ist seit 2012 als eigenständiger Akteur in Hamburg tätig. Mit Nexthamburg Plus berät Julian Petrin Kommunen und Akteure bei der Durchführung von Bürgerdialogen und dem Community Building in öffentlichen Prozessen.

www.urbanista.de

Montag 7. April und Dienstag 8. April  

Social Entrepreneurship  „Rock your life“, bundesweites Coaching von Studierenden für Hauptschüler.

Christina Veldhoen, Social Entrepeneur Rock your Life‘ 
Potentialcoaching für Schüler

Das Coaching Programm von „Rock your life“ bringt Studierende und Hauptschüler in einen zweijährigen Austausch, um auf dieser Beziehungsebene im wöchentlichen Rhythmus Potentiale und Berufungsperspektiven zu entwickeln, die das System Schule zunehmend nicht ermöglicht. Ein Anspruch der jungen Social Entrepreneur Christina Veldhoen ist dabei, sich als solche unnötig zu machen, weil es gelingt, diese bundesweit weiterhin expandierende Unternehmung in den Bildungskanon unserer Schulen zu integrieren.

Christina Veldhoen verbrachte während und nach ihrer Schulzeit insgesamt sechs Jahre im Ausland, von Großbritannien über Frankreich, Dänemark, die Niederlande bis nach Kanada. Dort studierte sie Kulturaustausch, Kulturförderung und schließlich Kommunikations- und Kulturmanagement im Rahmen eines Master-Programms an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen am Bodensee.

Gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Elisabeth Hahnke hatte sie 2008 die Grundidee für ROCK YOUR LIFE!. Wieso länger nur über Bildungsungerechtigkeit, mangelnde soziale Mobilität und Integration sprechen, statt selbst aktiv zu werden: Studierende coachen und begleiten über zwei Jahre je einen Hauptschüler auf seinem Weg, Unternehmen öffnen sich für diese jungen Menschen mit all ihren Talenten und Potentialen.  Rund 2.500 junge Menschen sind aktuell im Rahmen von ROCK YOUR LIFE! aktiv, davon etwa 1.000 Schüler – Tendenz stark zunehmend. Dabei geht es um Übernahme von Verantwortung für das eigene Leben ebenso wie für den gesellschaftlichen Kontext, um Visionen, Freude, Mut, Vertrauen und Zutrauen.

www.rockyourlife.de

Dienstag 8. April und Mittwoch 9. April

Neue Lebensstile. Alltag im Zeitalter der Postwachstumsökonomie. 

Die Idee des Gartenringdorfes: Permakultur als Zukunftswerkstatt des ländlichen Raumes.

Niko Paech Volkswirt Lehrstuhl für Produktion und Umwelt Oldenburg

Edouard van Diem Umweltberater, Initiator des Hamburger Permakulturgartens

Niko Paech ist im Moment DER Repräsentant einer Postwachstumsforschung, die lustvoll ernst macht mit der Hinwendung zu einem Lebensstil, der nicht mehr nahezu automatisch einen expandierenden Ressourcenverbrauch befördert, sondern in der Verantwortung einer enkeltauglichen Zukunft Wachstumsrücknahme, Regionalökonomie, Subsistenz und Suffizienz betont, die „letztlich in einer höheren individuellen Lebensqualität und mehr Gemeinwohl resultieren.“

Ergänzt und weiter konkretisiert wird diese „Befreiung vom Überfluss“ durch das Erfahrungswissen von Edouard van Diem, der als Permakulturberater und Pädagoge zahlreiche Initiativen gegründet und beraten hat, die Ernährungssouveränität, die essbare Stadt, neue Gemeinschaftsbildung an der Grenze zwischen Stadt und Land als Aufgabe hatten. Sein Modell eines Gartenringdorfes wird eine Perspektive für den ländlichen Raum formulieren, die Attraktivität des ländlichen Raumes neu fassen.

Niko Paech, 53 ist Volkswirt und vertritt den Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er forscht und lehrt u. a. in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Nachhaltigkeitskommunikation und Postwachstumsökonomik. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von attac und Fachbeirat des deutschen Regiogeld-Verbandes.

„Die westlichen Konsumgesellschaften basierten nie auf etwas anderem als der unbegrenzten Verfügbarkeit fossiler Energieträger bei minimalen Kosten. Dieser Grundirrtum unseres Lebensstils wird offensichtlich und für die ganze Welt bedrohlich, seit die globale Mittelschicht um circa 1,2 Milliarden "neue Konsumenten" in Aufsteigernationen wie China oder Indien gewachsen ist.“

 

www.produktion.uni-oldenburg.de/39380.html

Edouard van Diem, 36, Vater einer Tochter, diplomierter Erziehungswissenschaftler und Mediator ist seit 2002 selbstständig im Bildungs- und Beratungsbereich. Nach seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Permakultur Akademie Projektentwicklung von städtischen Gemeinschaftsgärten, Permakulturschulung in z.B. Andernach, Ramallah und für ein Regionalkonzept in Gonaive auf Haiti. Diverse Vorträge zu Selbstversorgung, Terra Preta, Imkern und sozial-ökologische Nutzung im öffentlichen Raum.

 

permakultur-campus.de

Mittwoch 9. April und Donnerstag 10. April

Ohne Sinn wird es beliebig. Wohin geht die Zukunft der Banken?

Andreas Neukirch Vorstand der GLS Bank

Was vor 40 Jahren, bei der Gründung der GLS Gemeinschaftsbank, noch als eine unbedeutende Nische im Bankenwesen erschien, wird heute in der aufgeklärten Mitte der Gesellschaft als Wortführer einer neuen Ethik der Finanzierung von im besten Sinne nachhaltigen, umwelt- und sozialverträglichen Unternehmungen wahrgenommen. Spätestens als in den späten 90er Jahren die Suche nach erneuerbaren Energien wesentliche politische Relevanz bekam, verzeichnet die GLS hohe Wachstumsraten ihres Finanzvolumens. Dieses Wachstum als Zeichen des Bedürfnisses zu höherer Lebensqualität in Verbindung mit einer Transparenz der Verwendung der Mittel, hat heute auch Ausstrahlung auf das Geschäftsgebahren des Geschäftsbankensektors insgesamt. Wohin diese noch lange nicht beendete Entwicklung führen kann, wird Andreas Neukirch, langjähriger Vorstand der GLS und zuvor in zahlreichen Führungsaufgaben des genossenschaftlichen Bankwesens erprobter Entscheider in seinem Vortrag entwerfen.

Andreas Neukirch, 53, ist Vater von 3 Kindern, machte eine Ausbildung zum Bankkaufmann und studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Nach verschiedenen Führungsaufgaben im genossenschaftlichen Finanzverbund ist er seit 2002 als Vorstand der GLS Bank, der GLS Beteiligungs AG sowie GLS Energie AG. Im Rahmen der Mitgliedschaft im Vorstand von INAISE (International Association of Investors in the Social Economy) sowie im Aufsichtsrat des ISB (Institute for Social Banking) beteiligt er sich an der internationalen Zusammenarbeit sozial-ökologisch orientierter Banken. Außerdem Aufsichtsratsvorsitzender des Caritasverbandes im Kreis Soest und Mitglied des audit committees von Oikocredit. 

www.gls.de

Die Auftragskompositionen für die Tage der Utopie werden von Walter Zimmermann, Berlin und Jens Fischer, Hamburg und Schleswig-Holstein erarbeitet. 

Walter Zimmermann, 63, ist Pianist und Komponist; international lehrender Dozent: Professor für Komposition Hochschule der Künste Berlin, Dozententätigkeit in China, Spanien und USA; Gründer des Beginner Studios, Köln; jahrzehntelange Übung des Thai Chi.

home.snafu.de/walterz/index.html

Walter Zimmermann ist noch immer der Aussenseiter der Neuen Musik in Deutschland. Als ursprünglicher Autodidakt hat er sich seine musikalischen Ausbildungen eher auf dem Weg gesucht, der die naheliegenden Komponistengrößen seiner Anfangszeiten wie Stockhausen und Kagel wahrnahm, aber für die eigene Arbeit verneinte. Sein geistiger Vater Charles Ives prägte sein Verständnis kompositorischer Freiheit: „Ich schreibe so wie Charles Ives, ich schreibe, wie mir der Sinn danach steht.“ In der Begegnung mit John Cage entwickelt er den Mut seinen eigenen Weg zu gehen, der als Quellen die Volksmusik seiner fränkischen Heimat wie auch philosophische Texte des Altertums nutzen kann. Die Andersartigkeit seines Werkes macht so ein Verständnis von Utopie hörbar, dass die Stille, das Weglassen und das Unscheinbare als wesentlich zu erachten lehrt.

Walter Zimmermann wird zusammen mit dem interpretierenden Sonar Quartett am Samstagnachmittag des 5. April ein zusätzliches Konzert des musikalischen Zyklus erläutern, der seiner Komposition für die Tage der Utopie zu Grunde liegt und natürlich auch seine musikalische Biografie.

Sonar Quartett, Berlin, gegründet 2006, seit 2011 in der heutigen Besetzung

Susanne Zapf, Wojciek Garbowski: Violine, Nikolaus Schlierf: Viola, Corinna Gerhardt: Violoncello. Die Konzentration auf die Musik des 21. Jahrhunderts begründet den herausragenden Ruf des Quartetts.

www.sonarquartett.de

Jens Fischer, Hamburg und Schleswig Holstein, Gitarrist und seit 1990 Komponist für TV und Film und Hörspiele. Er entwickelt Soloprogramme für Akustik Gitarre und Loopsampler, Klanginstallationen.

www.jensfischer.de